Unser Namenspatron

Friedrich Ludwig Jahn

Ein kurzer Abriss seines Lebenslaufesjahn_biographie
 

Zeichnung von Werner Dardat (1988)

Friedrich Ludwig Jahn, der Pfarrerssohn aus dem Dorfe Lanz bei Lenzen in der Priegnitz, wurde
1778 geboren und wurde zuerst vom Vater unterrichtet. 1791 besuchte er das Gymnasium in Salzwedel (Altmark),
ab 1794 das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, das er zwei Jahre später ohne Abschluss verließ.
Und später hat er einmal gesagt, dass er in Salzwedel schöne Tage reinsten, freudigsten Jugendlebens genossen habe
und dass die Stadt für ihn die Urstätte der Bildung gewesen sei.

Unter falschen Voraussetzungen immatrikulierte er sich 1796 an der Universität Halle zum Theologiestudium
und verbrachte sieben Jahre an verschiedenen Universitäten, darunter der in Greifswald, die er,
wie schon die Gymnasien, wegen schlechter Führung und seines nie bestandenen Abiturs verlassen musste.
Sein wissenschaftliches Interesse galt der Bereicherung des hochdeutschen Sprachschatzes und dem
deutschen Volkstum.

In Berlin war er als Lehrer an der Plamannschen Anstalt mit Friesen und Harnisch (Abiturient des
Salzwedeler Gymnasiums) zusammen tätig.

Jahn war Begründer der patriotischen Turn- und Sportbewegung. Er schuf 1811 den ersten
Turnplatz in der Hasenheide bei Berlin und ging als „Turnvater Jahn“ in die deutsche Geschichte
ein. Aus einem Nichts heraus rief er die Turnerbewegung ins Leben und wirkte über die damalige
Bildungswelt von Schule und Universität hinaus. In ihm wuchs das Bild des deutschen Volkstums,
das als eine Wirklichkeit hinter allen staatlichen, geistigen und gesellschaftlichen Formen
existiert. Am Kampf gegen Napoleon war er aktiv beteiligt und forderte die allgemeine
Volksbewaffnung.

1813/1814 kämpfte Jahn im Freikorps Lützow als Batallionsführer. In dieser
Zeit, 1816, erschien sein Buch „Die deutsche Turnkunst“. Anfangs wurde die Turnbewegung
vom König unterstützt; dann aber bald aus Furcht vor den freiheitlichen Ideen, die
gegen die feudale Ordnung gerichtet erschien, 1820 verboten. Jahn wurde vor allem wegen
seines Kampfes für die nationale Einheit verfolgt und erhielt von 1819 bis 1825
Festungshaft als „Demagoge“ und stand bis 1840 unter Polizeiaufsicht.

An den Gymnasien wurde per Erlass bereits 1827 die „Gymnastik zwecks Erhalt der
Jugendkraft“ wieder zugelassen und weiter gefördert. Zum 100jährigen Jubelfest des
Salzwedeler Gymnasiums im Jahre 1844 eingeladen, wurde Dr. e.h. Friedrich Ludwig Jahn,
der Altmeister der Turnkunst, hoch geehrt und von der Schülerschaft freudig aufgenommen und
gefeiert. Ebenso freudig nahm er mit großer Genugtuung an den turnerischen Übungen der
Schüler teil.

1848 fand die Frankfurter Nationalversammlung statt, zu der Jahn als Delegierter entsandt
wurde. Im Jahre 1852 starb Jahn in Freyburg an der Unstrut.

Quelle: Wikipedia;

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